Die Themen meiner politischen Arbeit

Gesundheitspolitik

Gesundheitspolitik muss ansetzen bevor Krankheiten entstehen. Ich setze mich von der Kita bis ins hohe Alter für eine umfassende Gesundheitsprävention ein.

Gesundheitsprävention

Als Gesundheitspolitikerin halte ich es für notwendig, dass alle politischen Entscheidungen auch auf ihren Einfluss auf die allgemeine Gesundheit hin überprüft werden. Umweltschutz und Klimaschutz sind die Grundlage für ein gesundes Leben und eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Arme Menschen sind besonders stark von Feinstaub- und Stickoxid-Belastungen durch den Verkehr betroffen. Deswegen müssen die Grenzwerte eingehalten werden. Wie wir unsere Mobilität organisieren, hat einen direkten Einfluss auf die Gesundheit. Eine Priorisierung des Fahrradverkehrs schützt Umwelt und Klima und ist auch aus gesundheitspolitischer Sicht das sinnvolle Zukunftsmodell.

Unser Bildungssystem und unsere Arbeitsstrukturen wirken sich auf die Gesundheit, vor allem auch auf die seelische Gesundheit vieler Menschen aus. Darauf muss zukünftig viel stärker Rücksicht genommen werden.

 

Drogen- und Suchtpolitik

Der Ansatz einer präventiven Gesundheitspolitik steht in einem engen Zusammenhang mit einer humanen Drogen- und Suchtpolitik. Mein Ziel ist die Legalisierung und ein kontrollierter Verkauf von Cannabis unter der Wahrung des Jugendschutzes. Die Kriminalisierung von Konsument*innen muss beendet werden. Wer abhängig ist, braucht Hilfe und keine Strafverfolgung. Gleichzeitig müssen präventive Sport- und Kulturangebote gestärkt und ein Werbeverbot für Nikotin durchgesetzt werden.

Frauengesundheit

Die Gesundheit von Frauen und Kindern liegt mir besonders am Herzen. Die Mehrfachbelastung vieler Frauen im Alltag muss bei der Ausgestaltung von Präventionsangeboten besonders berücksichtigt werden. Und noch immer ist die medizinische Forschung nicht ausreichend auf Frauen als Patientinnen ausgerichtet. Ein wichtiger Baustein beim Thema Frauengesundheit ist der Bereich Schwangerschaft und Geburt.

Hier gilt es, Frauen möglichst viel Wahlfreiheit zu geben, diese für sie persönlich wichtige Phase so zu erleben und zu gestalten, wie sie es möchten.

Auch für Kinder und Jugendliche muss eine gute Gesundheitsversorgung und -förderung sichergestellt sein – egal ob sie in Oberneuland oder in Gröpelingen aufwachsen. Eine ausreichende Anzahl an Hebammen und Kinderärztinnen und -ärzten ist dabei genauso wichtig wie Kultur-, Sport- und Freizeitangebote in den Kommunen und Hilfsangebote für Familien mit besonderen Belastungen. Wichtig ist mir dabei, Kinder so zu nehmen wie sie sind und nicht irgendeiner Norm zu unterwerfen.

 

Die Patient*innen im Fokus

Ich streite dafür, dass Patient*innen in der Selbstverwaltung des Gesundheitswesens gestärkt werden. Sie müssen zukünftig stärker im Gemeinsamen Bundesausschuss repräsentiert werden und dadurch mehr Mitsprache im Bereich der Gesundheitsversorgung erhalten. Darüber hinaus muss den Patient*innen eine gut abgestimmte, integrierte Versorgung zur Verfügung stehen. Insbesondere ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen sind auf eine eng verzahnte Zusammenarbeit zwischen Ärzt*innen und Pflegekräften angewiesen. Dafür braucht es nicht zuletzt auch mehr Personal und Qualität in der Pflege – für die Pflegenden und alle, die Pflege benötigen.

Wir Grüne setzen uns für eine solidarische und verlässlich finanzierte Gesundheitsversorgung ein. Hierzu muss die private und gesetzliche Krankenversicherung schrittweise zu einer Bürgerversicherung weiterentwickelt werden. In dieser Bürgerversicherung beteiligen sich alle Bürger*innen – auch Selbstständige, Gutverdienende, Beamte und Abgeordnete. Dies bedeutet ein Ende der Zwei-Klassen-Medizin und garantiert eine stabile und gerechte Finanzierung des Gesundheitssystems.

 

Kulturpolitik

Kulturpolitik muss die gesamte kulturelle Vielfalt schützen und fördern. Es geht um die Freiheit von Kunst und Kultur – sie sind essentiell für offene Gesellschaften.

Kulturelle Teilhabe und Bildung

Mir ist besonders wichtig, dass kulturelle Teilhabe für alle selbstverständlich wird. Die Hürden sind oft vielerorts noch zu hoch, wir brauchen mehr aktive und barrierefreie Angebote.

Ich will, dass kulturelle Bildung für alle Altersgruppen integraler Bestandteil im Sinne eines lebenslangen Lernens wird. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Familien und viele Kinder und Jugendliche bundesweit unkompliziert und kostengünstig unsere wunderbaren Museen besuchen und ihre vielfältigen Angebote wahrnehmen können.

Kinder, die frühzeitig die Chance bekommen, sich mit Kunst und Kultur auseinanderzusetzen, kommen meistens besser im Leben zurecht. Die Beschäftigung mit Kunst ist eine gute Grundlage für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, fördert die seelische Gesundheit und die Fähigkeit zu lernen. Dafür ist es notwendig, nicht nur die kulturelle Bildung in Schulen und anderen Einrichtungen zu stärken, sondern insbesondere auch die Arbeitsbedingungen in der Kulturvermittlung für freie Kulturschaffende zu verbessern.

Stadtbibliotheken sollen auch sonntags geöffnet werden – für Familien, für Menschen, die viel arbeiten und für die, denen sonntags die Decke auf den Kopf fällt und die einen Ort brauchen, wo Begegnungen und Bildung möglich ist, ohne dass das extra kostet.

Förderung zeitgenössischer Künste

Ich trete dafür ein, dass die zeitgenössischen Künste verlässlich und transparent gefördert werden. Die Förderung von Kunst und Kultur ist eine öffentliche Aufgabe. Neben den klassischen Kulturhäusern (Theater, Opern, Museen) wollen wir Grüne auch kleine, lokale Initiativen wie freie Theatergruppen, interkulturelle Projekte mit Geflüchteten oder Jugendorchester unterstützen.  KünstlerInnen und Kulturschaffende brauchen eine stabile soziale Absicherung und verbesserte Verdienstmöglichkeiten durch Mindestlöhne und Honoraruntergrenzen. Geschlechtergerechtigkeit in der Künstler- und Kulturförderung muss selbstverständlich werden.

Erinnerungskultur

Unsere Auseinandersetzung mit Geschichte, insbesondere der Shoa und des Nationalsozialismus, prägt auch unsere gemeinsame Gegenwart und Zukunft. Eine kritische Perspektive auf die Wirkungsgeschichte und den Umgang mit dieser Vergangenheit bietet für uns die Grundlage für unseren Einsatz gegen rechtes Gedankengut. Erinnern für die Zukunft!

Ich streite für eine lebendige Erinnerungskultur, in der zivilgesellschaftliche Partizipation, Multiperspektivität und Meinungsvielfalt ermöglicht werden. Auch deshalb unterstütze ich u.a. die Bremer Initiative für ein Mahnmal, das an die massenhafte Beraubung jüdischer BürgerInnen erinnert, initiiert von der taz, meine volle Unterstützung: sie wurde bottom-up aus der Gesellschaft heraus entwickelt.

Und ganz persönlich:

Meine große Liebe gilt dem Theater und mein Dank all den Künstlerinnen und Künstlern, die Tag und Nacht ihre Seelen auswringen, um uns ihren Blick auf die Welt zur Verfügung zu stellen!

 

 

Mitgliedschaften

 

Stiftungsräte

  • Focke Museum
  • st art Jugend Kunst Stiftung Bremen

 

Vorstände

  • Theaterfreunde Bremen
  • Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Bremen
  • Kunstverein Bremen

 

 

picture credits: Olliss Andrew Gook pixabay photo 2517251