Klarer Fahrplan für Rückgabe von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten notwendig

Anlässlich der ersten Tagung der Bund-Länder-AG zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten am 13. März erklärt Dr. Kirsten Kappert-Gonther, stv. Mitglied des Ausschusses für Kultur und Medien:

Deutschland muss endlich einen verantwortungsvollen Umgang mit Kulturgut aus der Kolonialzeit finden. Wesentliche Bestandteile sind Demut und die Aufgabe von Deutungshoheit zugunsten der Nachfahren der Betroffenen des Kolonialismus. Notwendig ist zudem ein klarer Fahrplan für die Rückgabe von kolonialer Beutekunst. In einem ersten Schritt müssen menschliche Gebeine identifiziert und an die Herkunftsgesellschaften zurückgegeben werden. Auch Sakralobjekte müssen schnellstmöglich auf ihre Herkunft geprüft und den ursprünglichen Besitzer*innen zur Rückgabe angeboten werden. Zudem  braucht es deutlich mehr Mittel für Provenienzforschung und Digitalisierung sowie einen institutionalisierten Austausch mit den Herkunftsgesellschaften.

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