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Pressestatement zu Spahns Ankündigungen zum Anstieg der Ärztehonorare

Das Termineservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sieht u.a. eine Erhöhung der Mindestsprechstunden für Vertragsärztinnen und -ärzte vor. Bundesgesundheitsminister Spahn kündigte jüngst an, dass Ärztinnen und Ärzten hierfür ein zusätzliches jährliches Honorar von bis zu 700 Millionen Euro erhalten würden. Hierzu stelle ich klar:

Was Spahn bei seinen vollmundigen Ankündigungen zum Anstieg der Ärztehonorare verschweigt: Die Vergütungssteigerungen werden zuallererst den Ärztinnen und Ärzten zugutekommen, die bisher wenig Sprechstunden angeboten haben. Insbesondere die Hausärztinnen und Hausärzte gehen leer aus. Außerdem bleibt völlig unklar, wie sich die neuen Honoraranreize für Akutpatienten auf die Versorgung chronisch Kranker auswirken wird. Wirklich grundlegende Verbesserungen für die Versorgung in ländlichen und sozial benachteiligten Regionen sucht man im Gesetzentwurf vergebens: keine sektorübergreifenden Ansätze, keine stärkere Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe. Hier muss der Gesundheitsminister deutlich nachlegen.

Das Pressestatement wurde am 26. Oktober von der Ärztezeitung aufgenommen.

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