Antrag: „Mehr Frauen in Führungspositionen zur Organisation des Gesundheitswesens“

Angela Merkel hat am Wochenende zu Recht die Junge Union gerügt, weil sie in ihrem geschäftsführenden Vorstand genau 0 Prozent Frauen haben. Die Hälfte der Bevölkerung nicht repräsentiert, 2018? Das kann wohl nur der Jungen Union passieren? Leider nein. Auch in den Entscheidungsgremien des deutschen Gesundheitswesens, in den Vorständen der Krankenkassen, der KVen, der Ärztekammern ist eine angemessene Repräsentanz von Frauen noch längst nicht selbstverständlich. Das hatte die Antwort der Bundesregierung auf meine erste Kleine Anfrage als Bundestagsabgeordnete ergeben. Das darf so nicht bleiben. Es ist belegt, dass es einen Unterschied macht wer entscheidet.

Ich wage die kühne These, dass beispielsweise unsere Geburtshilfe deutlich besser ausgestattet wäre, würden entweder Männer die Kinder bekommen oder würden mehr Frauen an den Entscheidungshebeln sitzen. Zu weit hergeholt? Interessant, dass eine relativ neue Studie zeigt, dass Frauen nach Herz-OP eine geringere Sterblichkeit aufweisen, wenn sie von weiblichen Chirurginnen operiert wurden. Etwa die Hälfte der Patient*innen sind Frauen. Es arbeiten im Gesundheitswesen sogar mehr Frauen als Männer. In den Vorstandsetagen aber sieht es deutlich anders aus. Appelle haben bisher nichts genützt. Also schlagen wir Grünen jetzt eine Quote vor.

Der Antrag kann hier aufgerufen werden.

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