PM: „Bundesregierung muss mehr für gute und gesunde Arbeit tun“

Zum heute vorgestellten AOK-Fehlzeiten-Report erklären Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik und Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin für Gesundheitsförderung:

„Gesundheitsförderung muss dauerhaft in den Alltagswelten der Bürgerinnen und Bürger verankert werden. Einer Umfrage der AOK zufolge sind 94 Prozent der Beschäftigten sichere und gesunde Arbeitsbedingungen in ihrem Beruf sehr wichtig. Dort, wo Menschen entscheidende Zeiten ihres Lebens verbringen, braucht es langfristige und nachhaltige Maßnahmen zur Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit. Arbeit darf nicht krank machen.

Gerade in einer Arbeitswelt, die sich wandelt, muss vor allem der Arbeitsschutz im Mittelpunkt stehen. Doch hier bleibt auch diese Bundesregierung untätig. Gefährdungsbeurteilungen müssen die psychischen Belastungen der Arbeit stärker in den Fokus nehmen. Und in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern muss das Arbeitsschutzgesetz mit einer Verordnung konkretisiert werden, damit Arbeitgeber und Betriebs- und Personalräte ein Werkzeug an die Hand bekommen, um gemeinsam geeignete Lösungen gegen Stress zu entwickeln. Die Bundesregierung sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass gute Arbeitsbedingungen deutlich nachhaltiger sind. So bleiben die Beschäftigten gesund. Gute Arbeitsbedingungen schützen die Wirtschaft vor Fachkräftemangel und die Gesellschaft vor hohen volkswirtschaftlichen Kosten. Handeln ist daher angesagt.“

Das Statement wurde u.a. vom Deutschen Ärzteblatt aufgegriffen.

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